Magnet-Beratung: Die richtige Wahl treffen
Bei SAV-Webshop erhalten Sie nicht nur die stärksten Magnete, sondern auch die beste Beratung. Die Wahl des Materials hängt von Faktoren wie Temperatur, Umgebung und der erforderlichen Kraft ab. Nutzen Sie diese Übersicht, um den perfekten Magneten für Ihre Anwendung zu finden.
Schnellzugriff:
Vergleich der Magnetmaterialien
| Eigenschaft | Neodym | Ferrit | SmCo | AlNiCo |
|---|---|---|---|---|
| Kraft | Extrem hoch | Mittel | Hoch | Niedrig/Mittel |
| Temperatur | bis 80-200°C | bis 250°C | bis 350°C | bis 500°C |
| Korrosion | Beschichtung nötig | Rostfrei | Sehr gut | Sehr gut |
Neodym (NdFeB)
Neodym-Magnete sind die stärksten Dauermagnete, die derzeit im Handel erhältlich sind. Sie werden aus einer Legierung aus Neodym, Eisen und Bor hergestellt.
- Vorteile: Beispiellose Haftkraft bei sehr geringer Größe.
- Nachteile: Ohne Beschichtung (Nickel oder Zink) rosten sie. Standardtypen verlieren ihre Kraft ab 80°C.
- Anwendung: Maschinenbau, High-End-Audio, Elektromotoren und Verpackungen.
Ferrit (Keramische Magnete)
Der am weitesten verbreitete Magnet der Welt. Ferritmagnete sind nicht leitende, keramische Materialien aus Eisenoxid und Barium- oder Strontiumcarbonat.
- Vorteile: Sehr kostengünstig, rostet nie (selbst in Salzwasser) und ist temperaturbeständig bis 250°C.
- Nadelen: Viel größeres Volumen für die gleiche Stärke wie Neodym erforderlich. Sprödes Material.
- Anwendung: Lautsprecher, Kühlschrankmagnete, Sensoren und maritime Umgebungen.
SmCo (Samarium-Kobalt)
Samarium-Kobalt-Magnete sind Seltenerdmagnete, die bei extremen Temperaturen stabil bleiben und ohne Beschichtung korrosionsbeständig sind.
- Vorteile: Sehr stabiles Magnetfeld bei hohen Temperaturen (bis 350°C) und extrem gute Korrosionsbeständigkeit.
- Nachteile: Teurer aufgrund der hohen Kosten für den Rohstoff Kobalt. Weniger kraftvoll als die stärksten Neodym-Typen.
- Anwendung: Luft- und Raumfahrt, Militäranwendungen, Industrieöfen und Sensoren.
AlNiCo (Aluminium-Nickel-Kobalt)
AlNiCo-Magnete werden durch Gießen oder Sintern hergestellt und sind für ihre hervorragende Temperaturstabilität bekannt.
- Vorteile: Einsetzbar bei Temperaturen bis zu 500°C.
- Nadelen: Sehr leicht durch externe Felder zu entmagnetisieren. Die Haftkraft ist relativ gering.
- Anwendung: Messinstrumente, Schalter und spezialisierte Industriewerkzeuge.
Faktoren, die die Haftkraft beeinflussen
Die in unserem Webshop angegebene Haftkraft wird unter idealen Bedingungen gemessen: senkrechte Haftkraft auf einer dicken, flachen Platte aus reinem Stahl. In der Praxis spielen drei Faktoren eine wichtige Rolle:
- Luftspalt: Selbst eine dünne Schicht Farbe, Staub oder ein Blatt Papier zwischen Magnet und Oberfläche verringert die Kraft. Je größer der Abstand, desto schwächer die Anziehung.
- Materialstärke: Wenn die Stahlplatte zu dünn ist, wird sie "gesättigt". Die magnetischen Linien können nicht vollständig durch das Metall fließen, wodurch der Magnet weniger gut haftet.
- Scherkraft: Wenn Sie einen Magneten vertikal an eine Stahlwand hängen, rutscht er aufgrund der Schwerkraft viel früher ab, als wenn Sie versuchen, ihn von einer horizontalen Fläche abzuziehen. Die Scherkraft beträgt meist nur 15% bis 20% der nominalen Haftkraft.